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Terceira, raue Insel und schroffe Felsen im Atlantik

December 23, 2017

 

 

Es ist der Abreisetag für unsere Flitterwochen auf den Azoren, ich laufe aufgeregt im Haus herum und mache meine Frau Elena ganz hibbelig. Die Koffer sind alle schon gepackt und wir warten auf meinen Opa, der uns zum Bahnhof bringt. Wir sind in wenigen Minuten auf dem Weg von Struxdorf nach Frankfurt und das mit der Bahn, ich hasse es mit der Bahn zu fahren, aber bei Rail&Fly kann ich trotzdem nicht nein sagen. Es geht für uns auf die Azoren, eine Inselgruppe mitten im Atlantik mit 9 größeren und einigen kleineren Inseln. Die Inselgruppe der Azoren gehört zu Portugal, es kann also wirklich schön werden. Die Azoren als Reiseziel? Ich bin mir selbst noch nicht ganz sicher, ist es das richtige Reiseziel für eine schöne Hochzeitsreise? Ist es das richtige Reiseziel für einen Fotografen wie mich, der zwischen den Fotos gerne die Zeit mit seiner Frau verbringt? Laut google Earth sehen die Azoren vielversprechend aus, aber wenige der bei google gefundenen Bilder finde ich sehr gut, es scheint auch nicht so viele gute Fotospots zu geben. Dafür gibt es sehr viele mittelmäßige Schnappschüsse. Ich bleibe also vorsichtig optimistisch und vertraue auf die zahlreichen tollen Berichte. Endlich, der braune Audi von meinem Großvater ist rechtzeitig da, wir laden rasch die Koffer ein und schon kanns losgehen. Ich freue mich sehr und krächze ein paar Sätze raus. Ich habe vor einer Woche einen Weisheitszahn gezogen bekommen und irgendwie klingt meine Stimme noch mehr als rau und heiser, schade, ich wollte gerne mehrere Videos aufnehmen. Die Tour beginnt. Nach mehreren kleineren Zwischenfällen mit der Deutschen Bahn und der Azores Airlines landen wir nach 4 Stunden Verspätung um 23.30 Uhr endlich auf Terceira. Es war leider kein Direktflug, wir sind auf der Hauptinsel Sao Miguel umgestiegen. Das Hotel (Praia Marina, Praia da Vitória) ist klasse, in der Nähe vom dunklen Strand und an einer kleinen Promenade. Am nächsten Morgen sitzen wir beim Frühstück und können es kaum abwarten mit dem Mietwagen quer durch die Insel zu fahren. Terceira ist eine sehr grüne Insel, mit vielen Kühen, einem relativ großen Militärgelände und vielen kleinen schnuckeligen Dörfern. Schön finde ich auch die ganzen Steinwälle, die die Felder trennen und ein schöner Kontrast sind. Wir fahren am ersten Tag von einem Aussichtspunkt zum nächsten und erkunden die Insel. In den weiter entfernten Bergen hängen die Wolken sehr tief und verdecken die Gipfel, es sieht aber verdammt gut aus.

Praia da Vitória - Lajes
Was mich aber wirklich fasziniert sind die schroffen Küsten, die teilweise bestimmt 50 Meter steil herabfallen. Also heißt es, den Mietwagen am Straßenrand parken und Fotos machen! :) Ich nehme meinen Kamerarucksack, zurre das Stativ fest und schon gehen Elena und ich zu einer relativ steilen Küste. Auf dem Weg dorthin finde ich dieses schöne Stück Natur mit unglaublich blauem Himmel und tollen Wolken.

 

 

 

Der Wind ist wirklich heftig, aber zum Glück ist mein Rollei Rock Solid Beta Stativ stabil genug, dass ich eine Langzeitbelichtung machen kann. Ich stelle den Fokus manuell an meiner Sony ein, denn der Autofokus am Canon 16-35mm Objektiv ist mit dem Adapter an der Sony unbrauchbar und ich mache einen Testschuss. Nur zur Erklärung, warum man so eine Kombination überhaupt nutzt. Der Kamerasensor der Sony ist um einiges besser als an meiner vorherigen Canon Kamera, unter uns gesagt sogar besser als an jeder Canon Kamera (meiner Meinung nach). Die Objektive von Canon sind zum Teil jedoch sehr gut und auch noch in meinem Bestand. Bei der Landschaftsfotografie fokussiere ich i.d.R. sowieso lieber manuell, da ich die Fokussierung dann auch genauer einstellen kann. 

Die Bildkomposition passt, nun wähle ich meinen Graufilter um die Belichtungszeit zu verlängern für dramatische Wolken und meinen Polfilter für die Sichtbarkeit der Steine im Wasser. Ich passe die Verschlusszeit an und bääm, dieses Foto entsteht, ich liebe das Bild!

 

 

 

Nach den Fotos schaue ich Elena genauer an, setze die Sonnenbrille wieder auf und sehe Ihren roten Arm. Na super, am ersten Tag gleich den ersten Sonnenbrand!

Merke: Immer eincremen, auch bei harmlos aussehendem Himmel! ;-)

 

So sehe ich übrigens beim fotografieren aus, wie ein glückliches Kind beim spielen! :) 


 

Serra do Cume, ein sehr berühmter Aussichtspunkt von Terceira.


Nach dem Frühstück steigen wir bei Sonnenschein und angenehmen 25°C ins Auto und fahren hoch in die Berge. Nach wenigen Kilometern wird die Sicht immer und immer schlechter. Ich fluche schon ein wenig und versuche den Platz zu finden, ich spüre, dass es ganz in der Nähe sein muss, die Schilder sollten das vermuten lassen. Leider finde ich kein Schild mehr und der Eingang sieht auch eher so aus, als ob man dort nicht hindürfe. 
Ich fahre also vorbei, die nächste Chance kommt bestimmt an einem anderem Tag. 


Die schroffen Steilwände von Alagoa da Fajãzinha
Am Abend sind wir dann zu einer wundervollen Bucht „Alagoa da Fajãzinha“ gefahren, ich hatte schon vorab ein Bild gesehen und war von der schroffen Küste ziemlich fasziniert. Mit dem Mietwagen fuhren wir die Straße entlang, immer mal wieder ein Blick auf die Küste werfend und auf der Suche nach dem Hinweisschild. 
Endlich, ich sehe das Schild Alagoa und fahre hinunter. Der Twingo ist jetzt nicht wirklich geländegängig und die Schotterstraße ist ziemlich grob und spitz. Nach einer kleinen Bergabfahrt und Abbiegung links kommen wir endlich auf dem Parkplatz an. Der Puls schießt beim Anblick der Wolken nur so in die Höhe und schnüre mir hastig die Wanderstiefel zu. Ich schnappe mir das Stativ und den Rucksack und laufe los. Neben uns sind nur ein paar (ziemlich erfolgreiche Angler) und es geht mit dem Fotografieren los. Ich schraube vorsichtig den Filterhalter für meine Filter an und beginne mit dem fotografieren. Die Himmelsrichtung passt perfekt und für die Recherche wurden wir mit einem beeindruckendem Sonnenuntergang belohnt, ich bin überglücklich!


 

 

 

Hier seht ihr das fertige Bild, mehr braucht man dazu wohl nicht sagen! :-)  




Serra do Cume, Versuch 2
Neuer Tag, neues Glück, wir versuchen den Serra do Cume Aussichtspunkt zu finden, die Chancen stehen heute besser, es sind deutlich weniger Wolken als am Vortag vorhanden, die vom Wind getrieben nur so an uns vorbeiziehen. Die Sicht wechselt innerhalb von wenigen Minuten, aber wir finden nun den Platz. Es ist genau der Platz, an dem wir vorbeigefahren sind. Die Wolken verziehen sich und wir erhalten diesen fantastischen weiten Blick über die Felder von Terceira.


 

 

 

Fazit:


Terceira hat uns nicht enttäuscht, wir waren noch am sehr empfehlenswerten Natural Swimming Pool von Biscoitos und haben eine schöne Erfrischung im Atlantik genossen! Man gut wir haben unsere Tauchmasken und Schnorchel mitgenommen.

 



Als nächste Insel steht die Flores an. Flores, „das europäische Hawaii“ soll sehr schön sein und soviel kann ich jetzt schon verraten, es ist nicht schön, es ist wunderschön und hat wunderbare Menschen, die dort leben. Über Flores wird auf diesem Block natürlich auch ein Beitrag erfolgen.

Ich freue mich über Weiterempfehlungen/Verlinkungen und dergleichen. 
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Landschaftsfotografie:

- Sony Alpha 7RII

- Sony Alpha 6500

- Commlite Adapter Sony auf Canon (empfehlenswerter ist der jetzige Sigma MC-11 Adapter)

- Canon EF 16-35 4.0 L IS USM

- Rollei Rock Solid Stativ mit Rollei T5-S Panorama Kugelkopf

- Lee Filterhalter und 77 Weitwinkeladapter

- Lee GND 0.9 Soft (Grauverlaufsfilter)

- 105 mm Lee Landscape Polarizer


- B+W UV-Haze- und Schutz-Filter (67mm, MRC Nano, XS-Pro, 16x vergütet, slim, Premium)

 

 

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