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Flores, Europas Hawaii auf der amerikanischen Platte

January 5, 2018

 

Wir landen am Nachmittag auf der grünsten Insel der Azoren, der Blumeninsel Flores. Flores ist der westlichste Punkt Europas und liegt sogar schon auf der nordamerikanischen Platte. Terceira hat schon einen super Eindruck hinterlassen, wir sind also sehr gespannt auf die Zeit auf Flores.


Unter diesem Link kannst Du meinen Beitrag über Terceira lesen.  
http://d-stebner.wixsite.com/fotografie/single-post/2017/12/21/Terceira-raue-Insel-und-schroffe-Felsen-im-Atlantik



 

Jetzt sind wir auf der Insel Flores, die Schönheit dieser Insel ist legendär und Flores gilt bei vielen als die schönste Insel der Azoren. Wir hoffen die Erzählungen stimmen. Flores ist die „Blumeninsel“, rein von der Wahrscheinlichkeit eher ein Traum für meine Oma als für mich.



Bei der Abholung des Mietwagens kriegen wir gleich eine Einweisung, welche Wege/Straßen wir befahren dürfen und welche nicht. Ich bin ein wenig verwundert, hoffe aber doch das Beste. Hoffentlich geraten wir nicht aus Versehen auf eine nicht erlaubte Straße und haben dann eine Panne. Die Frau von der Autovermietung war auch so nett die Restaurants auf unsere Karte einzuzeichnen! 








Wir verlassen den Flugplatz und nach nur ca. 5 Minuten Fahrt sind wir auch schon in unserer Residenz. 


 

Dieser Blog soll keine Werbeplattform für Firmen werden, aber für ehrliche Empfehlungen bin ich gerne zu haben. Die Residencial Acquamarina von Constantino Santos und seiner Frau Anna ist einfach ein Traum gewesen. Nicht wegen der Unterkunft, ok, die ist auch super, sondern wegen Constantino und seiner Familie! :) 
Constantino hat für uns viel möglich gemacht, sei es die Tour nach Corvo, das Waschen der Wäsche, einfach alles. Was aber ganz besonders schön war, ist die Tour mit seinem Sohn Afonso und meiner Frau nach Fãja Grande. Afonso ist ein 18 jähriger Sunnyboy mit sehr viel Köpfchen und gutem Charakter, der auch gerne fotografiert und filmt. Wir sind also alle gemeinsam los zu einem kleinen Brautshooting mit Elena und danach habe ich noch Afonso fotografiert! :) 
Der Abend war wirklich klasse und wir waren alle noch gemeinsam im Restaurant. Eines vorweg bei der Abreise haben wir uns alle umarmt, waren wirklich ein wenig traurig, denn es war wunderschön dort! :)

 



Santa Cruz das Flores
Unsere Residenz liegt nicht weit weg vom Hafen von Santa Cruz das Flores. Wir haben  am morgen gleich die ersten Bilder gemacht. Ich liebe die schroffe Küsten des Atlantiks und wenn sich dann noch die Wellen an den Felsen brechen, kann ich stundenlang an diesem Ort verbringen und fotografieren. Ich schaue dabei auf die Insel Corvo am Horizont nehme meine Sonnenbrille zum fotografieren ab. Corvo scheint nicht weit weg zu sein, aber ich täusche mich da garantiert, wenn ich 2 Kilometer schätze.


„Glaubst Du, dass wir hier wirklich mal Delfine sehen?“ fragt mich meine Frau und ich denke mir nur, hoffentlich ja, aber nicht momentan, ich habe jetzt ja nur das Weitwinkel dabei. Für Delfine auf dem Wasser ist ein Teleobjektiv eindeutig besser geeignet. Ich antworte ihr kurz: „Also dann lieber bei einer Bootstour, oder? Dann sind wir mit Glück auch dichter dran.“ 
Constantino hatte erzählt, dass hier häufiger Delfine vom Boot aus zu sehen sind.
Während ich mich mit Elena unterhalte stelle ich schon mein Stativ auf und passe die Belichtung an. Ich komme auf 1/25 Sekunde. Für eine längere Verschlusszeit brauche ich also einen Filter. Ich nehme den ND 3.0 Filter, der die Verschlusszeit um das 10fache verlängert. Der Filter wirkt wie eine Sonnenbrille und lässt weniger Licht auf den Sensor. So sehen die Wolken schön ziehend aus und das Wasser sehr glatt.

 

Apropos Wasser, damit man noch leicht die Steine im Wasser sehen kann nehme ich den (leicht abdunkelnden) Polfilter. So komme ich auf eine Belichtungszeit von 1 Minute. Für solche Bilder ist natürlich ein Stativ Pflicht, aber dank dem Rock Solid Beta ist das ja auch kein Problem. 
Das Foto ist im Kasten und wir beschließen gleich im Anschluss schwimmen zu gehen.

 

In der Nähe des Leuchtturms kann man relativ gut schwimmen, den besten Platz zum schwimmen haben wir leider erst am Abreisetag gesehen, den Natural Swimmingpool. 
Egal, das Wasser ist auch beim Leuchtturm angenehm warm und klar. Zum Glück, denn so sehe ich ein wenig Plastik, was ich auch gleich aus dem Wasser gefischt habe. Als Landschaftsfotograf liebt man die Natur halt und Plastik gehört definitiv nicht ins Meer.



Am Abend wollen wir noch ein schönes Foto von einem Hafen mit Sonnenuntergang machen, leider ist der Himmel enttäuschend gewesen und wir gehen „nur“ schön Fisch essen. 
Im Restaurant gabs aufgrund einiger Verständigungsschwierigkeiten nur Fisch nach dem Artenbuch des Atlantiks und das auf portugiesisch oder lateinisch. Wir wissen bis heute nicht genau, was es war, aber die Ampel des Fischbestandes war bei grün und der Fisch sehr lecker! :) 




Poco da Alagoinha 



 

Die Wasserfälle Poco da Alagoinha sind wohl die bekanntesten Bilder von den Azoren, obwohl schon zigmal fotografiert, gehört dieses Bild trotzdem ins Portfolio eines Azoren-Besuchers. Diesen Spot haben wir vollkommen untypisch mitten am Tag besucht. In der Residenz habe ich mir noch schnell die Daten herausgesucht und dann gings auch schon quer über die Insel mit Mietwagen los. Nach 30 Minuten haben wir den Parkplatz erreicht und die erste leicht anspruchsvollere Wanderung des Urlaubs hat begonnen. Heute werden die Wanderstiefel besser geschnürt, der Rucksack aufs Wesentliche reduziert, dafür aber das Trinksystem fast komplett mit 3 Litern Wasser gefüllt. Die Wanderstöcke geben uns auf den feuchten Steinen zusätzlichen Halt und wir laufen ca. 30 Minuten zu dem See mit den Wasserfällen. Es wirkt schon wenig Dschungelmäßig auf uns und wir sind begeistert von der Natur. Wir waren bisher noch nicht auf Hawaii, aber ziemlich ähnlich stelle ich mir das vor! :)
 

Der Schlauch vom Trinksystem liegt glücklicherweise sehr nah und der Trinkbeutel liefert uns zuverlässig Wasser. Was für eine gute Investition.

 

So sehen wir auf der Wandertour aus! :)

Am Platz angekommen sehen wir noch 8 weitere Touristen, der Platz ist also nicht wirklich überlaufen und jeder findet sein „Plätzchen“. 
Das Foto ist hier ziemlich schnell gemacht und wir genießen den Ausblick sowie die Ruhe in der Natur.

Lagoa
Ein weiterer schöner Spot soll Lagoa sein, die Felsformationen sehen schon bei google Earth vielversprechend sein und auch die Recherche bei 500px verstärken meine Hoffnungen noch. Ich packe die Fotosachen, diesmal lege ich auch die Kopfleuchte dazu und prüfe die Akkus sowie die Speicherkarte. Die Chancen stehen sehr gut für einen schönen Sonnenuntergang, der Rückweg vom Fotospot könnte aber ohne zusätzliches Licht heikel werden. Die Kopfleuchte ist dafür schlicht genial, weil wir die Hände zum klettern frei hätten. 
Wir steigen also ins Auto ein und fahren auf wunderschönen kurvigen Landstraßen bis ich das Schild vom Platz sehe, den ich ergoogelt habe. Ich biege langsam ab und fahre den Weg bis zu einem Parkplatz. Der Parkplatz ist ungewöhnlich voll und wir fragen zwei Frauen, ob wir da gut parken können. Wir wollen ja niemanden einparken. Es stellt sich aber heraus, dass die beiden Frauen mit Familie und Freunden dort eine Nacht lang campen möchten. Am Strand machen wir ein paar Bilder von Elena im Kleid. Das Licht ist für Portraits aber leider nicht so genial wie erhofft und mir fehlt schon mein Blitz! Die Bilder schon ganz gut, aber noch nicht perfekt. Wir versuchen unser Glück dann an einem anderen Tag. Mich wurmt es aber wirklich, dass der Blitz nicht mitkonnte. Tja, leider ist in den Koffern nicht unbegrenzt Platz und da muss man leider abwägen, der Blitz musste dann zu Hause bleiben.
Menschen zu fotografieren hat ganz andere Besonderheiten als die Fotografie einer Landschaft. Bei Landschaften kann ich dank Stativ und Filtern die Belichtung besser anpassen. Ein Mensch bewegt sich ja doch immer und das passt nicht so gut zu den eher statischen Filtern. 
Also greife ich mein Stativ, wechsel im Rucksack das Objektiv und suche mir einen geeigneten Vordergrund für mein Landschaftsbild. Der Himmel färbt sich lila, wir hören das Meeresrauschen und genießen einfach den Augenblick. Schöner kann ein Abend am
Meer gar nicht sein. Nach 30 Sekunden Belichtungszeit schaue ich hoffnungsvoll aufs Kameradisplay und habe dieses Bild im Kasten! :)

 


„Spatzi, wir müssen nun aber wirklich los“ höre ich Elena sagen. Recht hat sie, leider, ich bin doch irgendwie immer wie ein Kind das noch 5 Minuten bleiben möchte. 

Wir packen schnell alles ein, ich schalte die Kopfleuchte ein und wir machen uns auf den Weg zum Auto. Es ist wirklich dunkel und rutschig, es kann verdammt heikel werden. Zum Glück ist der Weg nur kurz steil. 
Knapp bevor wir die größte Steigung mit Brautkleid in den Händen geschafft haben, sehen wir die Lampen der Camper. Nur noch ein paar Meter und der heftigste Teil ist geschafft. 
Auf einmal hören wir die Camper uns fragen: „Hello, do you want eat some chicken with us?“ Wir waren sowas von überrascht und ich habe nur ein kurzes „really?“ herausgebracht. 
Tja, knapp 2 Minuten später waren wir dann auch schon am Tisch und haben richtig köstliches Hühnchen gegessen. Dazu gab es so ziemlich alles, was das Herz begehrte, leider mussten wir noch fahren. Wir haben also den Wein nur probiert, schade eigentlich, denn der war echt lecker! :)  Es wurde immer kälter und es gab sogar noch Leihweise einen Pulli für uns, wir fühlten uns wirklich als willkommender Teil des Abends. Die Unterhaltung verlief auf Englisch und es war wirklich wunderschön.

 

Die Familie hat uns beim Fotos machen mit dem Handy fotografiert und es hat Ihnen anscheinend gefallen! :) 
Im Gespräch stellte sich heraus, dass die Familie die Betreiber der einzigen Tankstelle auf Flores sind. Wir würden uns also spätestens bei der Abreise wiedersehen. 
Warum erzähle ich eigentlich davon?? 
Ganz einfach, die Menschen auf den Azoren sind so sympathisch, dass ich es einfach erzählen muss. Hier ticken die Uhren noch anders als in Deutschlands stressigen Großstädten.

Am nächsten Tag haben wir dann das oben beschriebene Shooting mit Elena im Brautkleid und auch dem Afonso gemacht. Dieses mal sind die Bilder deutlich besser geworden und es hat einfach richtig viel Spaß gebracht! :) 

Hier ein kleines Bild, von uns beim Shooting! :) 



 

Natürlich darf auch das Bild auch von Afonso nicht fehlen! :)

 

Tja, auch die schönste Insel muss auch mal verlassen werden und so haben wir den nächsten Tag ganz entspannt an einem natürlichen Swimmingpool verbracht und das schöne Leben am Atlantik verbracht. Die Seele baumelte glücklich umher und um 16 Uhr ging es dann nach Faial. 
Vorher haben wir noch bei Monika (von der Grillparty) und der Familie den Mietwagen getankt und uns verabschiedet. Ehrlich gesagt wollten wir noch länger bleiben! :)

Fazit:


Flores ist tatsächlich unsere Lieblingsinsel der Azoren geworden. Die Natur ist wie bei den anderen Inseln traumhaft schön, hier nur deutlich grüner mit einer gigantischen Blumenpracht. Dazu noch die schöne Küste mit dem angenehm warmen Atlantik! :) 
Das liebenswerteste an der Insel sind aber eindeutig die Menschen. 
Flores ist eindeutig das Hawaii Europas und ein Paradies auf Erden.

 

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Landschaftsfotografie:

- Sony Alpha 7RII

- Sony Alpha 6500

- Commlite Adapter Sony auf Canon (empfehlenswerter ist der jetzige Sigma MC-11 Adapter)

- Canon EF 16-35 4.0 L IS USM

- Rollei Rock Solid Stativ mit Rollei T5-S Panorama Kugelkopf

- Lee Filterhalter und 77 Weitwinkeladapter

- Lee GND 0.9 Soft (Grauverlaufsfilter)

- 105 mm Lee Landscape Polarizer


- B+W UV-Haze- und Schutz-Filter (67mm, MRC Nano, XS-Pro, 16x vergütet, slim, Premium)

 

Portraitfotografie:

- Sony Alpha 7RII

-  Zeiss Batis 85 mm/1.8

 

 

 




 

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