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Corvo, kleine Insel, großer Vulkankrater und Delfine

January 11, 2018

 

Heute gehts als Tagestrip mit dem Boot zur mit 17 Quadratkilometern kleinsten Insel der Azoren. Corvo ist im Prinzip fast ausschließlich für seinen riesigen Vulkankrater bekannt, hat aber sogar einen eigenen kleinen Flughafen. Obwohl man nach Corvo fliegen kann, ist der beste Weg trotzdem die Bootstour von Flores nach Corvo. Die meisten Touristen bleiben sowieso länger auf Flores und ist die Bootstour auch eindeutig praktischer. Über die wunderschöne Insel Flores habe ich auch einen Blogbeitrag geschrieben, den Du hier nachlesen kannst! :) 



 

http://d-stebner.wixsite.com/fotografie/single-post/2018/01/05/Flores-Europas-Hawaii-auf-der-amerikanischen-Platte



 

Einen Tag vor der Tagestour von Flores nach Corvo habe ich mich noch selbst gefragt wie weit die beiden Inseln wohl entfernt sein mag. Ich habe 2 Kilometer geschätzt, aber auch schon vermutet, dass ich mit meiner Einschätzung meilenweit daneben liegen könnte. Tatsächlich sind es 24 Kilometer.


 

Constantino hat die Tour auf dem Rib (Schlauchboot) für uns arrangiert und wir sind mit insgesamt 70,-€ echt günstig dabei weggekommen. 

Wir stehen also am Hafen von Santa Cruz das Flores und warten auf den Einstieg ins Boot. Elena ist mal wieder ein wenig kreidebleich und hat Angst die Fische zu füttern. Wer nicht weiß, was damit gemeint ist, kann mal drüber nachdenken! ;-) 


 

Die Jacken gegen den Wind haben wir angezogen und die Sonnenbrille sitzt auch. Die Sonne scheint ziemlich kräftig und das Wasser reflektiert die Sonne extrem. Uns egal, wir sind gespannt wie ein Flitzebogen auf die Insel. 



 

Die Tour ist wirklich sehr schön gemacht, wir fahren die Küste von Flores ab und sehen die zahlreichen Höhlen, Wasserfälle und natürlich das Meer. 
Das Meer, der Atlantik, ich bin irgendwie dauerhaft verliebt ins Wasser. Es ist so friedlich, so blau, so tief, so unbekannt, so entspannend beim schwimmen und doch so tödlich. Der Ozean ist immer da, verändert sich ständig, kann bei Sturm ganze Ortschaften verwüsten und wenige Stunden danach absolute Ruhe ausstrahlen. Irgendwie bin ich immer fasziniert vom Wasser, heute genieße ich aber die ruhige See.

 



Nach ca. 1,5 Stunden kommen wir auf der Insel an und organisieren uns erstmal ein Taxi um den Vulkankrater zu sehen. Der Vulkankrater soll ja riesig sein.
Ein freundlicher Einheimischer ist so freundlich und organisiert uns ein Taxi. Zuerst wollte ich ja zu dem Krater wandern, aber die Empfehlung war eindeutig anders. Die Aussage lautete ungefähr so: „Wenn Du fast am Krater angekommen bist, legt das Boot schon wieder für den Heimweg ab, also nimm lieber ein Taxi!“
Der Tipp war auf jeden Fall richtig, denn die Fahrt ist ziemlich steil und länger als erwartet.

Am Krater angelangt hören wir erstmal ein kräftiges „Muuuuuh, muuuuh, muuuuuh“! Ahja, hier laufen wirklich überall Kühe herum. 
Allgemein sind die Azoren ziemlich gut von Rindern bewohnt, stört mich aber nicht wirklich, dass dies auch für Corvo gilt. Am liebsten hätte ich sogar noch eine Kuh in den Vordergrund vom Bild gehabt, aber leider drehen die mir immer nur den Hintern zu. So nehme ich das altbewehrte Mittel für den Vordergrund, nämlich die Steine. 
Weitwinkel auf 16 mm gestellt und zack ist die Enttäuschung groß, das langt nie im Leben um den Krater voll drauf zu bekommen. Zur Erklärung, 16 mm an Vollformat ist massiv weitwinklig, unser menschliches Auge hat eine umgerechnete Brennweite von ca. 44 mm. 
Ich mache eher selten Panoramen, aber hier gehts nicht anders, dieses Bild gefällt uns aber trotzdem sehr.

 

 

Der Vulkankrater hat einen Durchmesser von 2,3 Kilometern und ist 300 Meter tief. Ziemlich beeindruckend und ein Panorama mehr als würdig! :)

Wir wandern noch ein wenig am Krater entlang und genießen das schöne Wetter mit dem angenehmen Wind. In knapp einer Stunde kommt unser Fahrer und wir wollen noch unsere Wanderstiefel abspülen. Ja, richtig gehört, die Wanderstiefel. Der Boden ist ziemlich weich, dass Moos gibt locker 10 cm nach, die Wanderstiefel geben uns richtig viel Halt sind jedoch bis oben mit Erde verdreckt. 
Der Abstieg ist wieder einmal leicht, der Wind wird deutlich stärker und lässt uns schon ein bißchen frieren, wir ziehen die winddichten Jacken an. 

Der Taxifahrer holt uns knapp nach dem Abstieg ab und wir reden noch ein wenig. Das Boot fährt ja pünktlich um 15 Uhr zurück nach Flores und ich mache schon ein wenig Druck, werde aber vom Taxifahrer mit einem ganz entspannten „Corvo, noo stress, relaaax, relaaax“ beruhigt. Der Taxifahrer ist pures Valium und die Ruhe selbst. Die Taxifahrt ist unfassbar günstig, er wollte nur 5,-€ für den Hin-und Rückweg haben, die wir aber schon beim Hinweg bezahlt haben. Ich habs falsch verstanden und habe ihm nochmal 5,-€ gegeben. Als er mir die dann zurückgeben wollte, gabs die als Trinkgeld. Der Alte Mann freute sich sehr darüber und ich fand ihn auch sympathisch, deswegen gabs ja auch das Trinkgeld! :)

Am Hafen angekommen wars dann mit der guten Laune bei mir vorbei, ich habe dort richtige Umweltschweine gesehen, die mich kurz stark verärgerten. Aufs Boot wartend haben einige Mitmenschen ihre Zigarettenkippen ins Meer geworfen. Ich hasse sowas. Schon blöd, die Menschen fangen den Fisch, der Ihren Müll frisst. Tja, dann beschweren sich solche minderbemittelten Menschen auch noch, dass das Leben aus dem Meer immer ungesunder wird. Logisch denken ist bei denen wohl Glückssache. 
Im Gespräch mit einem Mitreisenden habe ich dann ziemlich laut und ziemlich deutlich gesagt, was ich von solchen Leuten denke, ich weiß es nicht mehr so genau, aber ich glaube es kam sowas wie „dummes A…loch was das Meer versaut“ auf Englisch heraus. Die rauchenden Menschen haben es gehört, ein wenig irritiert geguckt, aber versucht sich nix anmerken zu lassen.

Das Boot fährt los und ich habe die Hoffnung auf Delfine. Meine Landschaftskamera (Sony Alpha 7R)  wandert in den Rucksack und ich bereite die schnelle Sony Alpha 6500 vor. Dieses mal gehts für Elena und mich nach ganz vorne aufs Rib (Schlauchboot) und wir genießen die Fahrt mit dem wunderschönen blauen Meer. Auf der Bootstour fallen mir immer so kleine Falter im Wasser auf, die verdammt hübsch anzusehen sind. 
Es stellt sich heraus, dass die Falter Portugiesischen Galeeren sind, eine ziemlich giftige Quallenart, die bei Menschen sehr starke Schmerzen verursachen kann.



 

Wir gleiten mit dem Rib über die Wellen in Richtung Flores und genießen einfach die Fahrt! Wir erreichen den Hafen von Santa Cruz das Flores in ca. 15 Minuten und ich habe die Hoffnung auf Delfine schon fast aufgegeben.

Delfine haben wir Beide noch nie in freier Wildbahn gesehen. Wale haben wir in Norwegens Gewässern gesehen, Haie habe ich im Indopazifik bei Bali gesehen, aber Delfine fehlen uns noch. Also, halte ich die Augen weiter auf und hoffe auf das kleine Quäntchen Glück. Elena schaut mich an und sieht noch ziemlich frisch um die Nase aus. Keine Spur von Seekrankheit.

 



Auf einmal hören wir den Skipper „Dolphins“ rufen. Ich öffne den Rucksack so schnell wie geht den Rucksack und hole die pfeilschnelle Alpha 6500 heraus. Die Serienbildfunktion hatte ich schon vorab eingestellt. Es ist wirklich sehr sehr schwer die sich schnell bewegenden Delfine zu erwischen. Mir ist es vollkommen egal wieviel Ausschuss ich habe, wenn nur ein gutes Bild dabei herumkommt, hat sich der Trip gelohnt. 

Die Kamera ist wirklich sehr sehr schnell mit der Bildfolge, aber die Speicherung auf die Karte dauert wirklich ewig, was mich zum Teil verzweifeln lässt. Zum Glück hat der Puffer 99 Bilder und ich mache ein Bild nach dem anderen. 
Die Delfine ziehen wieder ab und wir fahren in Richtung Santa Cruz weiter. 
In unserer Residenz angekommen werte ich die Bilder aus und finde dieses Bild.

Ich bin wahnsinnig erleichtert und überglücklich. 









 UNSEREN/MEINEN Delfin so gut draufbekommen zu haben. 











Fazit und verwendetete Ausrüstung:



Corvo ist eine kleine Insel mit relaxten Menschen die sich für einen Tagestrip lohnt. Die Tour von Flores ist aber auch genauso empfehlenswert. 
Für die insgesamt 80,-€ haben wir sehr viel Erlebnisse bekommen, die wir nicht vergessen werden. 



Wenn Euch dieser Beitrag gefallen hat, freue ich mich über Weiterempfehlungen/Verlinkungen und dergleichen. 
Wenn ihr mich ein wenig unterstützen möchtet, wäre es klasse, wenn ihr über den Amazon Button einkaufen würdet. Ihr zahlt keinen Cent mehr, unterstützt mich aber ein wenig fürs Schreiben, da ich eine kleine Provision bekomme.
 

Landschaftsfotografie:
- Sony Alpha 7RII

- Commlite Adapter Sony auf Canon (empfehlenswerter ist der jetzige Sigma MC-11 Adapter)

- Canon EF 16-35 4.0 L IS USM

- Canon EF 70-200 2.8 L IS II USM
- Rollei Rock Solid Stativ mit Rollei T5-S Panorama Kugelkopf

- Lee Filterhalter und 77 Weitwinkeladapter

- Lee GND 0.6 Soft (Grauverlaufsfilter)

- 105 mm Lee Landscape Polarizer


Delfine:
- Sony Alpha 6500

-  Zeiss Batis 85 mm/1.8

 

 


 

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