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Faial, Brautshooting im Gegenlicht am Vulkan

January 20, 2018

 

Die Abreise von Flores haben wir hinter uns, wir sind noch ein wenig traurig, aber die Vorfreude auf die Insel Faial überwiegt trotzdem! :)

 



Unter diesem Link kannst Du meinen Beitrag über Terceira lesen.  
http://d-stebner.wixsite.com/fotografie/single-post/2017/12/21/Terceira-raue-Insel-und-schroffe-Felsen-im-Atlantik

Hier findest Du meinen Beitrag über Flores:

http://d-stebner.wixsite.com/fotografie/single-post/2018/01/05/Flores-Europas-Hawaii-auf-der-amerikanischen-Platte

 



Hier findest Du meinen Blogbeitrag über Corvo:
http://d-stebner.wixsite.com/fotografie/single-post/2018/01/11/Corvo-kleine-Insel-großer-Vulkankrater-und-Delfine

 





Faial, diese Insel ist bekannt für seine Weltumsegler und seinen Vulkan Capelinhos. Wir sollen schauen, ob sich diese Insel lohnt.

 

 

Am Flughafen holen wir den besten Mietwagen unseres Urlaubs, einen Renault Clio. Wir steigen ein und fahren los. Die Insel sieht auf den ersten Blick eher gewöhnlich aus. Die Straßen sind großer und es gibt sogar ein Einkaufszentrum, somit unterscheidet Faial sich schon sehr von Flores und Terceira. 



Der größte Ort von Faial ist die Stadt Horta. Allgemein ist Faial für eine relativ kleine Insel (ca. 173 qkm) ziemlich gut bewohnt, auf der Insel leben über 15.000 Menschen. Auf der Nachbarinsel Pico, die fast dreimal so groß ist leben nur ca. 14.000 Menschen.

 



Im Hafen von Horta legen die Weltumsegler an und der Hafen ist voll mit den Malereien der Segler. Von weiten ist auch schon der mächtige Vulkan Pico zu sehen. Der Vulkan Pico gehört zur gleichnamigen Insel Pico und ist mit 2351 Metern der höchste Berg Portugals, dadurch auch ein echtes Wahrzeichen. 

 

Von der Verkehrsführung ist Horta der absolute Alptraum, die Straßen total verwinkelt, zig Einbahnstraßen und es fühlt sich mehr wie ein Labyrinth als wie eine geplante Verkehrsführung an. 

Bei unserer Unterkunft angekommen beziehen wir erst einmal das Zimmer. Unsere Unterkunft ist eine umgebaute Villa, die ziemlich gemütlich ausgestattet ist, dummerweise aber mehr als schwülwarm ist. 
Wir bekommen von der Besitzerin Ruth einen Tipp fürs Restaurant. Der Tipp taugte aber nicht so viel unserer Meinung nach. Das „Genuíno“ hat zwar einen super Ruf, aber wir fanden das Restaurant wirklich stark überbewertet. Es gab dort zum Glück unser Lieblingsgetränk nämlich „Kima“, die Maracuja-Limo hat den Besuch ordentlich aufgewertet. Das Hauptgericht war eher mittelmäßig vom Geschmack, dafür aber das teuerste Essen auf den gesamten Azoren. 
Nach dem Essen fahren wir zum Vulkan Capelinhos, der Sonnenuntergang scheint vielversprechend zu sein. 
Leider brauchen wir zu lange für die Fahrt und ich habe nicht mehr genug Zeit für ein schönes Landschaftsbild, da die Sonne bereits untergegangen ist. 
Wir fahren also zurück in unsere Residenz. 




 

Am nächsten morgen fahren wir in die Stadt von Horta und schauen uns den Hafen mit den vielen Malereien der Segler an.

 

 

Wir finden sogar ein Segelboot aus Arnis, was für ein Zufall. Arnis ist die kleinste Stadt Deutschlands und nur ca. 30 Kilometer von unserem Heimatdorf entfernt.
Mit dem Hafen soll für heute aber noch nicht Schluss sein, wir schauen uns noch einen Miraduro an, einen Aussichtspunkt. Dafür gehts sehr hoch und wir haben bei 30 Grad einen perfekten Blick auf den Vulkan Pico von der gleichnamigen Nachbarinsel. 
Der Platz an sich ist sehr schön, allerdings ist es auch ein Platz der körperlichen Liebe, was man leider an den benutzen Kondomen erkennen kann. Tja, seinen Müll wegzuwerfen ist wohl zuviel verlangt. Trotzdem ist der Platz schön und wir machen das eine oder andere Erinnerungsbild von diesem Platz und dem Berg Pico.

 

 

Nun gehts wieder in die Residenz und diesmal essen wir eher einfacher. Für uns gehts in ein Restaurant Namens „California“ und bestellen ganz einfach Pizza, dazu lecker Maracuja Fanta und gut ist. 
Das „California“ fanden wir eindeutig besser als das „Genuíno“. Es ist preislich wesentlich besser und die Pizzen waren erste Sahne! :) 



Nach der Pizza ging es dann so schnell die Einbahnstraßen, der Verkehr und die Verkehrsregeln zuließen zum Vulkan. Wir hatten noch ein Fotoshooting im Brautkleid vorm Vulkan geplant und im Anschluss ein schönes Landschaftsbild. 

Wir haben am 22.07. geheiratet und der Urlaub auf den Azoren sind unsere Flitterwochen.

Wir haben ja extra das Brautkleid mitgenommen und dafür auf andere Sachen verzichtet. Wir gehen also barfuß durch den Vulkansand zu einer Steinmauer in der Nähe eines alten Leuchtturms und ziehen Elena innerhalb von 3 Minuten das Kleid an. Für das Shooting haben wir nur ca. 30 Minuten Zeit, die Sonnenuntergänge im Süden sind extrem kurz, dafür aber imposanter.
Das Gegenlicht finden wir jetzt sehr spannend! 
Elena steht endlich an der Klippe und ich habe tatsächlich ein wenig schiss, dass Sie herunterfällt. Zum Glück bleibt Sie noch fast einen Meter von der Kante weg, rutscht Sie aus, gehts ca. 30 Meter herunter. Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden, deshab gebe Ich ihr die Posing-Anweisung die Füße nicht zu bewegen. Das Foto ist mir wichtig, aber Elena´s Sicherheit hat hier eindeutig Priorität.

Da wir ja keinen Blitz dabeihaben, heißt es bei der Belichtung genau zu arbeiten. Ich möchte die Felsen noch erkennen können, es darf aber schon gerne sommerlich überstrahlen. Ich öffne die Blende bei meinem 85 mm Zeiss Batis auf die Maximalöffnung von 1.8 für maximale Unschärfe im Hintergrund. Elena ist tatsächlich knackscharf, aber der Hintergrund ist mir nun schon zu unscharf und der Schutzfilter sorgt für einen hässlichen grünen Flare (Lichtfleck). Ich benutze nur sehr gute Filter, aber der muss jetzt doch weg bei dem starken Gegenlicht. Das ist wohl einer der 2 Fälle von 100, wo der Filter das Bild verschlechtert.
Das Zeiss ist hoch vergütet und muss jetzt einmal dadurch ohne Filter im Einsatz zu sein. Ich stelle die Blende auf 2.8 für etwas mehr Schärfe, führe die Kamera wieder zu meinem Auge, fokussiere und drücke dann auf den Auslöser, ich checke sofort am Sucher (Vorteil Systemkamera), ob der Flare noch da ist und bin sehr zufrieden. Der Flare ist weg und wir machen schnell weiter, die Zeit arbeitet gegen uns. Nach ca. 10 Minuten ist dann auch Schluss, wir haben unser Bild im Kasten. Yeeeahh denke ich und wir schlagen auf dieses coole Bild ein! :) 




 

 

Nach dem Shooting helfe ich Elena aus dem Kleid und kurz danach sagt Sie, dass ich mich für das Landschaftsfoto fertig machen kann. 
Ich wechsle so schnell ich kann das Objektiv und mache dann mein Landschaftsfoto! Der Sonnenuntergang ist wirklich in den letzten Zügen und der Himmel verfärbt sich noch sehr schön ins bläuliche Lila. Die Wolken, das Meer und der Vulkan, was für ein Kontrast, ich bin begeistert! :-)

Ich möchte noch eine Langzeitbelichtung machen. Die Helligkeit nimmt immer mehr ab und ich habe so langsam Schwierigkeiten den Vulkan zu fokussieren. Ich öffne also die Blende von Blende 8 auf 4 so weit ich kann und erhöhe den ISO-Wert von 100 auf 800. Durch diese Maßnahmen wird mein Foto im Sucher und auf dem Bildschirm heller und ich kann endlich präzise scharfstellen. Nach dem fokussieren stelle ich wieder die alten Werte ein und löse aus. Nach 30 Sekunden und erneuten 30 Sekunden für die Bilderarbeitung (Rauschreduzierung) sehe ich dieses Bild.

 

 

Ich bin sehr zufrieden mit diesem Bild und wir machen uns auf den Weg zu unserer Residenz! :) Am nächsten Tag möchte ich aber nochmal herunter zum Steg, denn dieser Platz ist definitiv mehr als nur ein Foto wert! :)

Der letzte Tag ist für uns zum entspannen da! :) Wir fahren zu einem wundervollen Vulkanstrand, dem Praia do Norte, der Atlantik zeigt sich heute von seiner rauhen aber unterhaltsamen Seite! :)

 

 

Wir gehen also ganz entspannt schwimmen und lassen uns von den Wellen umwerfen. Es macht einen Riesenspaß und wir fühlen uns an unsere Kindheit erinnern und genießen einfach die Zeit. Die Sonne umschmeichelt unsere Haut. Die Fußsohlen werden an Land vom heißen Vulkansand förmlich gebraten, wir versuchen also viel auf dem nassen Sand oder auf dem Handtuch zu liegen. Nach 2-3 Stunden Sonne, Sand und Meer haben wir genug und verlassen den Strand wieder. Beim Ausgang des Strandes nutzen wir die vorläufige Dusche um den ganzen schwarzen Sand abzuspülen.

Wir fahren wieder in die Residenz und gehen erneut ins „California“ essen. Das Restaurant hat sich wirklich zu unserem Stammlokal auf Faial entwickelt.


Am Abend fahren wir wieder zu unserem Lieblingspot dem Vulkan und genießen einfach die Natur. Das Meer rauscht, die Wellen brechen sich an den kargen Felsen, wir spüren einen feinen Salznebel auf der Haut und fühlen uns großartig. Ja, wir mögen das, wir genießen unsere Flitterwochen und küssen uns. Die Flut kommt und das Wasser steigt in wenigen Minuten. Das Meer ist absolut einzigargtig und zeigt sich von seiner schönsten aber rauen Seite. Die Kamera nimmt in der Zeit ein paar weitere Bilder auf und zum Schluss kommt dieses Bilder dabei heraus.

 

 

Fazit und verwendetete Ausrüstung:


Faial ist eine ziemlich kleine Insel mit einem wunderschönen Vulkan, atemberaubenden schwarzen Vulkanstrand und der Hauptstadt Horta. Trotzdem werden wir nicht mehr nach Faial fahren, da die anderen Inseln eindeutig mehr Charme haben als Faial. Wenn man aber das erste mal auf den Azoren ist, lohnt sich der Besuch aber eindeutig! :)

 

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Landschaftsfotografie:

- Sony Alpha 7RII

- Sony Alpha 6500

- Commlite Adapter Sony auf Canon (empfehlenswerter ist der jetzige Sigma MC-11 Adapter)

- Canon EF 16-35 4.0 L IS USM

- Rollei Rock Solid Stativ mit Rollei T5-S Panorama Kugelkopf

- Lee Filterhalter und 77 Weitwinkeladapter

- Lee GND 0.9 Soft (Grauverlaufsfilter)

- 105 mm Lee Landscape Polarizer


- B+W UV-Haze- und Schutz-Filter (67mm, MRC Nano, XS-Pro, 16x vergütet, slim, Premium)

 

Portraitfotografie:

- Sony Alpha 7RII

-  Zeiss Batis 85 mm/1.8

 

 

 

 

 

 

 

 

 





 

   

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